Abenteuer Schesa-Murbruch
„Welcher Murbruch ist der größte Europas?“ „Na, natürlich der Schesa-Murbruch beim Bürserberg“.
Obwohl man dieses Naturphänomen auch vom Schulfenster aus sehen kann, wollte sich die naturbegeisterte Gruppe B der 6 NA einen Einblick in die Realität verschaffen. Begleitet von Frau Prof. Grass-Muther (Murbruchexpertin) schlichen wir uns am Mittwoch, dem 26. Mai, in der 5. Stunde aus der Schule und nahmen dann den 81er-Bus zum Gemeindeamt beim Bürserberg. Und schon ging es los mit dem für manche ersten Wanderausflug dieses Jahres. Während übermotivierte Sportler der Klasse kaum noch zu sehen waren, war den anderen die Anstrengung ins Gesicht geschrieben. Es wurde immer steiler, doch als wir den „Russenkanal“ überquerten, der zur Stabilisierung des Geländes während des ersten Weltkrieges von russischen Kriegsgefangenen gebaut wurde, konnte der Murbruch nicht mehr weit entfernt liegen. Und tatsächlich, nach einer eineinhalbstündigen Wanderung konnten die NA-Schüler den Murbruch vor Ort bewundern und verifizieren, dass dieser eine erstaunliche Größe hat. Durch Murenabgänge wurden seit Beginn des 19. Jhdts ca. 50 Mio m3 Material abtransportiert.
Nachdem die Entstehungs- und Verbauungsgeschichte des Schesatobels nochmal wiederholt wurde, kam die Belohnung. Dass brav nach oben gewandert wurde, lag daran, dass uns Frau Professor eine Pause auf ihrer “Hütte” angeboten hatte. Mit “Hütte” wurde zwar untertrieben, mit dem Essensangebot jedoch nicht. Nach einem unterhaltsamen Aufenthalt wanderten wir frisch gestärkt (manche von uns schienen wirklich hungrig gewesen zu sein) durch Abkürzungen entlang des Murbruchs zur Bushaltestelle. Dort angekommen, hatten wir also den gesamten Murbruch zu Fuß umwandert. Doch dann schien sich Frau Professor versteckt zu haben. Als sie uns aus dem Fenster des Gemeindeamts zurief, stellte sich heraus, dass sie das Amt so unauffällig betreten hatte, dass ein Arbeiter sie eingesperrt hatte.
Wir sind Frau Professor Grass-Muther zugleich dankbar für diesen unterhaltsamen und sehr spannenden Ausflug und auch froh darüber, dass sie heil aus dem Gemeindeamt gerettet wurde, während wir uns auf den Heimweg machten.
Rebecca Winkler und David Schöpf, 6NA






