Ein Blick hinter die Kulissen der Baustelle bei der VS Mitte

Vom Architekturplan zur Realität im Hochbau: Das war das Thema des zweiten Teils eines Projekts zum Rohstoffkreislauf, das die Schüler:innen der 4nb auf die größte Baustelle der Stadt Bludenz, die Erweiterung der Volksschule Mitte, führte.

Anlässlich des Projekts hatten die Jugendlichen zuvor das Brech- und Siebwerk Lorüns und den dortigen Steinbruch besucht und dabei schon einiges über Beton, den Baurohstoff schlechthin, erfahren.

Philipp Tomaselli, Chef des Bauunternehmens Tomaselli Gabriel Bau, Peter Mahner, Leiter der städtischen Bauabteilung, und Projektleiter Martin Skalet vom Architekturbüro Marte.Marte erläuterten den Weg des Bauprojekts vom öffentlichen Auftrag über den Architekturwettbewerb und die anschließende Detailplanung bis zur Baustelle. Tomaselli Gabriel Bau, das für innovative Bautechniken wie den 3D-Betondruck bekannt ist, setzt in seinen Bauprojekten auf digitale Technologien, um so Beton einzusparen und den CO2-Fußabdruck zu reduzieren. Immerhin wird rund ein Drittel der weltweiten CO2-Emissionen durch Gebäude und Straßen verursacht, wie Philipp Tomaselli erklärte. Übrigens ist ein Kubikmeter Beton etwa 2,2 bis 2,3 Tonnen schwer.

Die Schüler:innen wurden im Anschluss daran in kleinere Gruppen aufgeteilt und durch die Baustelle geführt. Mit Schutzhelmen und Sicherheitsausrüstung ausgestattet, hatten sie die Gelegenheit, den Fortschritt der Arbeiten hautnah zu erleben und den Experten Fragen zu stellen. Wie im Team der verschiedenen Professionen am Bau zusammengearbeitet wird und worauf bei der Bauplanung geachtet werden muss, konnten die Schüler:innen vor Ort erfahren.

In der Klasse gibt es Jugendliche, die sich in die Baubranche bzw. die Architektur entwickeln möchten. In diesem Sinne konnte die Exkursion einen Beitrag zur Bildungs- und Berufsorientierung leisten. Für diese Gelegenheit bedanken wir uns bei Philipp Tomaselli, Peter Mahner und Martin Skalet.

Prof. Manuel Feichtner