Im Rahmen des Natw-Praktikums führten wir auch in diesem Jahr mit unserer 6na das Höhlenprojekt durch

Ziel dieses Projekts ist es, den SchülerInnen diesen besonderen Lebensraum nicht nur theoretisch näherzubringen, sondern ihn auch praktisch und unmittelbar erfahrbar zu machen.

Im biologischen Teil setzten wir uns intensiv mit der Höhlenbiologie auseinander, wobei der Schwerpunkt auf Spinnen und Weberknechten lag. Besonders beeindruckend war zudem die Beobachtung einer Fledermaus in ihrem natürlichen Lebensraum.

Im Zuge einer kleinen Feldstudie erfassten die SchülerInnen die Anzahl der vorkommenden Spinnen und Weberknechte, werteten ihre Ergebnisse aus und präsentierten diese anschließend im Rahmen kurzer Vorträge. Eine Gruppe beschäftigte sich darüber hinaus mit der Entstehung und Ausbildung von Tropfsteinen.

Für den physikalischen Teil wurde eine Vielzahl von Sensoren für Temperatur, relative Luftfeuchtigkeit und Luftdruck in der Höhle und vor der Höhle aufgestellt. Dazu waren umfangreiche Vorarbeiten möglich, da bei Feldmessungen vor Ort kaum Ersatzteile und Werkzeug zur Verfügung stehen. Die SchülerInnen nahmen Wasserproben an unterschiedlichen Stellen und brachten sogar ein Ombrometer (einen Regenmesser) in die Höhle ein, um festzustellen, ob es einen Zusammenhang zwischen Niederschlagsmenge im Freien und der Tropfmenge von einem kleinen Stalaktiten gibt. Nach dem Abbau der Messgeräte war die Arbeit jedoch noch nicht erledigt. Die Geräte mussten gereinigt und für das Auslesen der Daten vorbereitet werden. Die grafische Darstellung, die Anfertigung eines Berichts sowie die Interpretation der Ergebnisse nahm noch viel Zeit in Anspruch.

Das eigenständige Arbeiten in der Natur stellt einen wesentlichen Bestandteil dieses Projekts dar und ermöglicht den SchülerInnen einen nachhaltigen und praxisnahen Zugang zu biologischen Inhalten sowie zu naturwissenschaftlicher Messtechnik in einer Umgebung, die der Elektronik nicht immer wohlgesonnen ist.

Prof. Laura Seebacher, Prof. Wilfried Breuss, Prof. Michael Salzgeber