MTM-Praktikum bei Illwerke/VKW

Schruppen und Schlichten sind Ihnen kein Begriff? Bei Schaftfräser, Messerkopf, Spannzange und 3D-Tastkopf denken Sie an Gartengeräte? Dann geht es Ihnen so wie den meisten AHS-Schüler*innen. Dass es sich dabei um Techniken der Metallbearbeitung und die dafür benötigten Werkzeuge handelt, wissen dagegen die Schüler*innen des Wahlpflichtfachs Mechanische Technologie Metall im Realgymnasium Natur & Technik.

Nach zwei Praktika bei Liebherr und Hilti im Juni absolvierten drei Gymnasiast*innen vom 22. bis 25. August in den Sommerferien eine Ausbildungswoche im Energie-Campus Montafon, dem neuen Zentrum der Lehrlingsausbildung von Illwerke/VKW in Vandans. Die Challenge von Lehrlingsausbilder Michael Maier war, ein Mühle-Spiel aus Aluminium und Messing herzustellen, und zwar komplett: vom CAD-Modell über den CAM-Code bis zur Fertigung an der Drehbank und der Fräsmaschine.

Zunächst erstellten die Jugendlichen ein Computermodell des Werkstücks und nutzten dafür die aus dem Unterricht bekannte CAD-Software für computerunterstütztes Konstruieren. Mit einer CAM-Distribution, einer Software zur Erstellung des Codes für CNC-Maschinen, wurde das Modell in einen Fertigungsprozess übersetzt. Für den nächsten Schritt durften die Schüler*innen in der hervorragend ausgestatteten Werkstätte an CNC-Fräsmaschinen und -Drehbänken arbeiten. Dabei handelt es sich um computergesteuerte Maschinen, die höchst präzise arbeiten können. Bald war klar, dass die Vorbereitung – das Konstruieren der Teile, Einrichten und Rüsten der Maschinen – der aufwendigste Teil der automatisierten Fertigung ist. Die Ergebnisse können sich indes sehen lassen.

Abgerundet wurde das Praktikum durch ein berufsorientierendes Gespräch mit Ausbildungsleiter Richard Dür, der die Chancen für Maturant*innen bei Illwerke/VKW aufzeigte. Außerdem erhielten die Schüler*innen eine Führung durch das Rodundwerk I und das Illwerke Control Center.

Für die Organisation der Praktikumswoche inklusive der Konzipierung des Werkstücks, die kompetente Anleitung und die Vermittlung des fachlichen Hintergrunds gebührt Michael Maier und Richard Dür unser großer Dank.

Prof. Manuel Feichtner